Die "Boreas", ein etwa 30 m langer Hochseeschlepper, hat eine bewegte Geschichte. Das Schiff wurde 1938 in Elbing gebaut und kam ab 1940 unter dem Namen "Pellworm" in Wilhelmshaven zum Einsatz. 1941 sank der Schlepper durch Sabotage, wurde aber wieder flottgemacht. Danach verwendete man ihn als Minensucher; einige Zeit lang war er der US Navy unterstellt und diente auch als Patroillenfahrzeug auf der Weser. Seine letzte Funktion übernahm das nunmehr "Boreas" benannte Schiff, als es 1979 (anderen Angaben zufolge erst1989) als Attraktion für Taucher in der Hafeneinfahrt von Palamos an der Costa Brava versenkt wurde. Die "Boreas" steht nun mit leichter Schlagseite auf Grund und ist auch für Anfänger problemlos zu betauchen. Das Steuerhaus liegt auf 18 m, die Schraube auf 32 m Tiefe.
Als allererster Wracktauchgang war die "Boreas" ein
eindrückliches Erlebnis. Aufgrund der großen Öffnung
kann man problemlos in den Maschinenraum hinein, die Motoren bestaunen
und in einer Ecke ein altes Fahrrad entdecken. Auch die Brücke
mit dem durch Löcher in der Decke eindringenden, blauen Licht
ist ein sehr schöner Anblick. Das Heck mit Ruder und Schraube
lohnt einen genauen Blick, denn zumindest damals (1995) wohnte
dort eine riesige Languste.